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Was ist gesunde Ernährung?

August 2023 10:18 Min. hören 3 Min. lesen

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Gesunde Ernährung klingt einfach, ist im Alltag aber oft schwer umzusetzen. Ulrike Beeckmann betont, dass es nie nur die eine Lösung gibt: Menschen und Körper sind vielschichtig, und auch die Psyche spielt mit. Einige allgemeine Grundsätze helfen aber jedem, den eigenen Stoffwechsel besser zu verstehen.

Was gesunde Ernährung bedeutet

Im Idealfall nimmt der Körper über die Nahrung alle Aminosäuren, gute Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe auf, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis. In unserer schnelllebigen Zeit und bei so vielen Menschen, die auf der Welt versorgt werden müssen, ist das kaum möglich. Manches muss man deshalb gezielt ergänzen.

Grundsätzlich gilt: sich so natürlich wie möglich ernähren. Das heißt viel Obst und Gemüse, hochwertige Proteinquellen und hochwertige Öle. Dazu gehört das richtige Wasser. Ohne ausreichend Wasser kommen die Nährstoffe nicht gut in die Zellen, und Abfallstoffe werden schlechter abtransportiert.

Warum Pflanzen so wichtig sind

Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium kommen im Boden in anorganischer Form vor. In dieser Form kann der Körper sie kaum nutzen. Sind sie zum Beispiel an Karbonate gebunden, kann er das Magnesium nur mit sehr viel Energieaufwand abspalten. Pflanzen nehmen diese Stoffe auf und verstoffwechseln sie. Danach liegen sie in organischer Form vor.

Ein einfaches Beispiel ist Brokkoli. Er enthält viel Magnesium, und zwar an organische Salze gebunden. So kann die Zelle es leicht aufnehmen. Doch eine einzige Pflanze reicht nicht. Auch tausend Erdbeeren am Tag liefern nur bestimmte Bestandteile. Der Körper sucht sich heraus, was er braucht, wenn das Angebot groß genug ist. Wer jeden Tag nur Fleischbällchen, nur Äpfel oder nur Schokolade isst, überfordert ihn.

Das Bild vom Fass

Ulrike Beeckmann erklärt das gern mit einem Weinfass. Jedes Holzbrett steht für einen Baustoff: für eine Aminosäure, für Magnesium, für Calcium, für Zink oder Mangan. Im Fass ist Wasser, denn auch wir bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Das Wasser steht hier für einen gesunden, rund laufenden Stoffwechsel.

Fehlt nur ein Brett, etwa weil immer nur Rindfleisch oder nur minderwertiges Soja gegessen wird, läuft das Wasser an dieser Stelle heraus. Der Körper kann das oft über Jahre ausgleichen. Irgendwann schafft er es nicht mehr, dann gerät der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht und es entstehen Krankheiten. Wer das Bild verstanden hat, weiß, wie abwechslungsreich Ernährung sein sollte.

Wasser und frische Luft für die Zellen

Sie verweist auf den Nobelpreisträger Alexis Carrel. Er zeigte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass Zellen am Leben bleiben, wenn das sie umgebende Wasser ständig erneuert wird. Daher ihr Rat zu reinem, frischem Wasser. Salatgurken und Früchte liefern zwar gut verfügbares Wasser, doch davon müsste man kiloweise essen. Ihr Vergleich: Wasser ist wie Öl fürs Auto. Eine Weile geht es auch mit wenig, aber irgendwann ist Schluss.

Ein weiterer Faktor sind negative Ionen. Der Pharmazeut Earl Mindell hat ihre Wirkung auf die Gesundheit beschrieben. Der Körper braucht sie, wir atmen sie ein. Wälder erzeugen sie durch den Stoffwechsel der Pflanzen, deshalb fühlt man sich beim „Waldbaden“ so erfrischt. Fernseher, Computer und andere elektrische Geräte geben dagegen positive Ionen ab. Vor dem Bildschirm atmen wir zudem flach. Negative Ionen gelten außerdem als Stimmungsaufheller. Was Sie tun können:

  • raus in die Natur, am besten dorthin, wo Bäume sind
  • Zimmerpflanzen aufstellen
  • in Büros mit vielen Computern über einen Ionisator nachdenken

Das Wichtigste in Kürze

  • Vielfalt ist entscheidend: Der Körper braucht ein großes Angebot an Obst, Gemüse, Proteinen und Ölen.
  • Pflanzen machen Mineralstoffe wie Magnesium für uns gut verwertbar.
  • Fehlt ein einziger Baustoff, gerät der Stoffwechsel auf Dauer aus dem Gleichgewicht.
  • Reines Wasser, Zeit im Wald und Zimmerpflanzen unterstützen die Zellen.