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Gesundheitsanalysen

Dezember 2024 5:24 Min. hören 3 Min. lesen

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Fehlt dem Körper etwas, oder ist er mit Schadstoffen belastet? Gesundheitsanalysen können darauf Hinweise geben, etwa aus Haaren, Fingernägeln, Leitungswasser oder Materialien aus der Wohnung. Ulrike Beeckmann stellt vor, welche Analysen ihre Apotheke anbietet, wie sie ablaufen und was sie aus ihrer Sicht bringen.

Mineralstoffe und Schwermetalle aus Haar oder Nagel

Für diese Analyse holen Sie sich in der Apotheke eine Anleitung und ein Kuvert für das Probenmaterial. Hinein kommen 150 Milligramm Haare oder Fingernägel. Haare nimmt man am besten direkt am Ansatz, denn das neueste Haar zeigt den jetzigen Zustand des Körpers. Fingernägel sind oft einfacher: ein wenig länger wachsen lassen und von allen Fingern abschneiden, dann kommen mehr als 150 Milligramm zusammen. Dazu füllen Sie zu Hause einen Bogen aus und bringen beides in die Apotheke. Von dort geht die Probe an ein Labor. Nach etwa einer Woche liegt das Ergebnis vor, das dann in einem persönlichen Termin besprochen wird.

Gemessen werden unter anderem:

  • Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium und Kalium
  • Spurenelemente wie Zink, Chrom, Mangan, Kupfer, Eisen, Selen, Silizium, Kobalt, Strontium und Lithium
  • giftige Elemente wie Cadmium, Blei, Aluminium, Quecksilber, Arsen und Beryllium
  • außerdem Gold und Nickel, was etwa bei Hautausschlag durch nickelhaltigen Schmuck auffallen kann

Für jeden Wert zeigt die Analyse, ob er im niedrigen, im normalen oder im hohen Bereich liegt. Daraus ergeben sich Vorschläge, was man zuführen sollte und wie man entgiften kann.

Erfahrungen aus dem eigenen Team

Bevor die Apothekerin die Analysen anbot, ließ sie sie mit allen Angestellten durchführen. Sie wollte wissen, ob das Verfahren funktioniert und ob ihr das Labor gefällt. Nach den Therapievorschlägen soll man sechs Wochen bis drei Monate warten. Im Team wurde nach drei Monaten erneut gemessen. Die Werte hatten sich in den Normbereich verschoben. Die Teilnehmenden fühlten sich fitter, Haare und Nägel wuchsen besser, und auch Magen und Darm ging es besser.

Wasser und Wohngifte

Auch das Leitungswasser lässt sich untersuchen. Bei der großen Laboranalyse wird nach Blei, Kupfer, Nickel und Natrium geschaut, aber auch nach Keimen. Wer das nicht braucht, kann eine kleinere Analyse wählen, etwa nur Mineralstoffe, Spurenelemente und eventuell Schwermetalle. Sie erhalten ein Gefäß, füllen Leitungswasser ab und bringen es mit dem Auftrag zurück. Bei der Wohngiftanalyse wird unter anderem nach Schimmelpilzen gesucht. Dafür bringt man ein kleines Stück Tapete, Laminat oder Teppich mit, am besten aus einer Ecke, wo es niemand sieht.

Fettsäuren im Blick

Am spannendsten findet Ulrike Beeckmann die Fettsäureanalyse. Hier werden 26 verschiedene Fettsäuren untersucht, darunter Omega-3 und Omega-6. Damit sind 99 Prozent der Fettsäuren erfasst, die im Körper vorkommen sollten. So lässt sich erkennen, was man zuführen und was man eher weglassen sollte und wie man sich ernähren kann. Für sie liegt in solchen Analysen eine Zukunft der Apotheke, weil sie auf Vorbeugung setzt. Vor schweren Krankheiten sei man nie gefeit, aber man könne dem Körper helfen, gar nicht erst hineinzurutschen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Haar- oder Nagelproben zeigen Mineralstoffe, Spurenelemente und giftige Elemente.
  • Die Ergebnisse kommen nach etwa einer Woche und werden persönlich besprochen.
  • Auch Leitungswasser, Wohnmaterialien und 26 Fettsäuren lassen sich untersuchen.
  • Ziel der Analysen ist Vorbeugung, bevor Beschwerden entstehen.