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Diäten und Sport

August 2023 10:37 Min. hören 3 Min. lesen

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Helfen Diäten beim Abnehmen, und was bringt Sport wirklich? Viele Menschen kämpfen mit diesen Fragen und erleben trotz Verzicht wenig Erfolg. Der Grund liegt oft darin, wie schlau unser Körper auf Veränderungen reagiert.

Was eine Diät eigentlich ist

Abnehmen bedeutet nicht nur, dass die Waage weniger anzeigt. Und eine Diät ist mehr als das Weglassen bestimmter Speisen. Ulrike Beeckmann unterscheidet zunächst, wofür jemand eine Diät braucht. Manchmal ist sie lebensnotwendig, weil der Stoffwechsel nicht richtig funktioniert, etwa bei Diabetes, Gicht oder Allergien. Das kann genetisch bedingt sein oder daran liegen, dass man sich über Jahrzehnte falsch ernährt hat. Manchmal fühlt man sich einfach nicht wohl im eigenen Körper.

Wohlfühlen bedeutet für jeden etwas anderes. Der eine fühlt sich mit etwas mehr Gewicht wohl, der andere mit weniger. Stört wirklich das Gewicht, oder eher die Körperform? Für sie gilt: Jeder Körper kann schön sein. Deshalb gibt es auch nicht die eine richtige Diät. Sie kann bedeuten, Speisen wegzulassen, Mengen zu verringern, den Speiseplan umzustellen oder das Leben insgesamt.

Warum schnelle Erfolge täuschen

Den Stoffwechsel umzustellen, gelingt dauerhaft nur in ganz kleinen Schritten. Wer in kurzer Zeit viel abnimmt, verliert fast nur Wasser. Hat jemand in einer Woche vier Kilo abgenommen, sind nach ihrer Erfahrung mindestens drei davon Wasser. Isst man wieder salziger und trinkt genug, sind diese Kilos schnell zurück.

Wer eine Diät beginnt, verändert oft ganz automatisch seine Lebensumstände. Man denkt anders, verhält sich anders und bewegt sich anders, ohne es selbst zu merken. Bekannte, die einen nach Monaten wiedersehen, staunen dann über die Veränderung.

Beständigkeit ist das Zauberwort

Hilft Sport beim Abnehmen? Die Antwort ist ein klares Ja. Gemeint ist kein Marathon, sondern Bewegung jeder Art, denn sie fördert den Stoffwechsel und lässt Kalorien besser verbrennen. Entscheidend ist aber die Regelmäßigkeit. Wer sich nur einmal pro Woche viel bewegt, signalisiert dem Körper: Es bleiben sechs Tage, um die verbrauchte Energie wieder aufzufüllen. Die Folge sind großer Hunger und neue Fettpolster für die nächste Anstrengung.

Bewegt man sich dagegen dreimal pro Woche oder sogar täglich etwas mehr, fährt der Körper über Hormone das Hungergefühl herunter. Denn mit weniger Gewicht fällt ihm die Anstrengung leichter. Nach etwa ein bis drei Wochen, in denen man dranbleibt, stellt sich das ein. Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • der Fußweg zur Arbeit
  • Treppen statt Fahrstuhl
  • Putzen und Gartenarbeit
  • schnelles Spazierengehen oder jede Sportart, die Spaß macht
  • Stricken, Handarbeiten oder Werkeln am Abend statt nur vor dem Fernseher zu sitzen

Auch Beschäftigung am Abend lenkt ab, sodass man nicht so schnell zur Chipstüte oder Schokolade greift.

Diät ohne Bewegung geht nach hinten los

Wer nur weniger isst, sich aber nicht mehr bewegt, gerät leicht in einen Teufelskreis. Der Körper senkt sofort den Grundumsatz. Dann nimmt man trotz weniger Essen nicht ab, sondern womöglich sogar zu. Zudem baut der Körper zuerst Muskeln ab, bevor er an das Fettgewebe geht. Welche Lebensmittel und welche Mittel aus der Apotheke eine Diät unterstützen können, ist sehr individuell. Hier empfiehlt die Apothekerin ein persönliches Beratungsgespräch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt nicht die eine richtige Diät, entscheidend ist, wofür man sie braucht.
  • Schnelles Abnehmen ist fast nur Wasserverlust.
  • Regelmäßige Bewegung senkt das Hungergefühl, seltene Anstrengung steigert es.
  • Weniger essen ohne Bewegung senkt den Grundumsatz und kostet Muskeln.